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Mauritius

Land & Leute

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Wirtschaft
 
Zuckerrohrernte
 
Zu den wichtigsten Exportgütern der mauritischen Wirtschaft zählt immer noch das Zuckerrohr. Holländer hatten es im Jahre 1639 eingeführte. Damals waren gegen 80 % des kultivierten Landes mit Zuckerrohr bepflanzt, heute sind es noch etwa 40 %. Auch die Anzahl Fabriken ist von 250 auf 19 geschrumpft. Diese stellen jährlich 650 bis 700'000 t Zucker her. Aus der Melasse, einem Nebenprodukt, werden mehr als eine Million Liter Rum gewonnen. Zu den bekanntesten Sorten gehören der Rum of Mauritius und der Green Island Rum. Letzterer ist mein persönlicher Favorit. Gemixt mit einem exotischen Fruchtsaft schmeckt er besonders köstlich. Trinkt man ihn zu Hause, hat man das Gefühl, den Duft der Insel zu riechen und zu schmecken! Zu den edelsten Rumsorten gehört der Old Mill Rum, auch "Vieux Rhum de l'Île de France" genannt. Er wird während 10 Jahren in Eichenfässern gelagert und inzwischen auch nach Europa exportiert.
 
Vanille Tee
 
Green Island Rum
 
Nach dem Zusammenbruch der Zuckerpreise auf dem Weltmarkt mussten für die Insel neue Einnahmequellen gefunden werden. Man förderte den Anbau von Reis, Kartoffeln, Bananen und Tee sowie die Produktion von Zement, Farben und Plastik (um nur einige zu nennen). Dank eines Freihandelsabkommens konnten diese Erzeugnisse auf die umliegenden Inseln exportieren werden.
 
Um ausländische Investoren auf die Insel zu locken wurde kräftig für Mauritius als Bankenzentrum geworben. So wurden finanzielle Vorteile, wie die Befreiung von Steuern und Zoll und die Garantie, Kapital und Dividenden wieder ins Heimatland zurückführen zu können, zugesichert. Günstig für ausländische Unternehmen sind ausserdem die billigen und gut ausgebildeten Arbeitskräfte sowie die politisch stabile Lage. 1989 wurde die nationale Börse gegründet. Durch die Änderung der Gesetzgebung im Jahre 1992 konnte das Hafengebiet von Port Louis zu einem "freien Hafen" erklärt werden.
 
Zudem mauserte sich der Tourismus in den letzten 15 Jahren ebenfalls zu einem bedeutenden Industriezweig. Er ist drittgrösster Arbeitgeber und die Devisenquelle des Landes. Jährlich verbringen gegen 400'000 Touristen ihre Ferien in Mauritius, was für die Ressourcen der Insel eine hohe Belastung darstellt. Damit Mauritius ein exklusives Reiseziel bleibt und nicht zu einem Mekka für Rucksacktouristen wird, sind Charterflüge nicht erlaubt. Auch mit der Vergabe von neuen Laderechten ist man eher zurückhaltend. Von Europa erreicht man Mauritius entweder mit British Airways, Air France, Air Mauritius, Condor (als Linienflug) und seit neustem mit Air Europa. Air Mauritius fliegt den Flughafen Zürich einmal wöchentlich direkt an. Die Flugzeit beträgt ca. 10 ½ Stunden.
 
All diese Faktoren führten dazu, dass die Wirtschaft der Insel gestärkt werden konnte. 1983 lag die Arbeitslosenquote noch bei 25 %. Im Jahr 1990 verzeichnete man Vollbeschäftigung und es mussten sogar ausländische Arbeiter importieren werden. Im Jahre 1994 waren es 10'000! Einen besonders rasanten Aufstieg konnte die Textilindustrie verzeichnen. Für französische Hautcouturier wie Christian Dior, Pierre Cardin und Yves St. Laurent werden z. B. Polo- und T-Shirts, Hemden, Pullover und Herrenanzüge hergestellt.
 
Zuckerfabrik
 
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