Wappen Mauritius



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Traumziel
 
Mauritius
Spezielles
Bird
 
 
 
       
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Séga
 
Sänger
 
Der Séga hat seine Wurzeln vermutlich in Afrika. Sklaven sollen diesen Tanz nach Mauritius gebracht haben. In historischen Berichten heisst es, dass dieser erotische, kreolische Tanz ein Mittel war, dem Unmut über die schlechten Arbeitsbedingungen Ausdruck zu verleihen. In seiner heutigen Überlieferung fasziniert der Séga als farbenprächtiger, temperamentvoller, rhythmischer Tanz. Manchmal etwas ironisch und spöttisch, erzählen die Lieder vom Alltag und der Liebe, über Wirbelstürme und Schiffbrüche oder über aktuelle Politik. Die Grundinstrumente der klassischen Séga sind eine Ziegenhauttrommel, die sogenannte Ravane, die Maravane, ein mit Körnern gefüllter Behälter (als Rassel) und schliesslich der metallene Triangel. Die Tanzgruppe besteht aus mehreren jungen Frauen und Männern. Während die Frauen, in bunte Röcke gekleidet, hüfteschwingend und flirtend vor den Männern auf und ab tanzten, erzählt ein Solo-Sänger die Geschichte und die übrigen Männer singen den Refrain. Anfangs ist das Tempo eher langsam, dann wird es zunehmend schneller und immer aufreizender.
 
Tänzerinnen
 
Séga
 
 
blaue Mauritius
 
Nach Grossbritannien, Brasilien und der Schweiz war Mauritius eines der ersten Länder, das Briefmarken drucken liess. Zu den wohl seltensten Exemplaren gehören die orange "One-Penny" und die blaue "Two-Pence". 1847 hatte die Frau des damaligen britischen Gouverneurs die Herstellung dieser beiden Briefmarken in Auftrag gegeben. Sie wollte damit die Einladung zu einem opulenten Fest besonders auffällig gestalten. Dem Graveur, einem angeblich halbblinden Juwelier und Uhrmacher, passierte allerdings ein kleines Missgeschick. Anstatt "Post Paid" (Porto bezahlt) stach er versehentlich "Post Office" (Postamt) in die Kupferplatten. Der Fehler wurde jedoch erst bemerkt, als bereits 350 Briefe mit diesen Marken verschickt waren.
 
blaue Mauritius
 
Briefmarken
 
 
Zyklone
 
Im Indischen Ozean auftretende Wirbelstürme nennt man Zyklone. Diese Tiefdruckgebiete entstehen etwa 2'000 km nordöstlich von Mauritius, besonders dann, wenn sich das Wasser dort für längere Zeit über 26°C erhitzt und dadurch besonders schnell verdunstet. Natürlich trifft nicht jeder Zyklon mit seiner ganzen Stärke auf Mauritius. Meistens weisen nur sintflutartige Regenfälle auf die Existenz eines weit entfernten tropischen Wirbelsturms hin.
 
In der Geschichte von Mauritius haben solche Zyklone jedoch immer wieder grossen Schaden angerichtet. 1960 wurde Mauritius von den beiden Zyklonen "Alix" und "Carol" heimgesucht. "Carol" raste am 25. Februar mit einer Geschwindigkeit von bis zu 256 km/h über die Insel. Damals wurden 40 Menschen getötet, 80'000 Bewohner obdachlos und 70'000 Gebäude zustört. Zu den verheerendsten Wirbelstürmen, die je im Indischen Ozean aufgetreten sind, gehören ausserdem "Jenny", der am 27. Februar 1962 die Höchstgeschwindigkeit von 275 km/h erreichte. Am 5. Februar 1975 kam "Gervaise" mit 278 km/h angebraust und am 21. Dezember 1979 "Claudette" mit 256 km/h. Der letzte Wirbelsturm, "Dina", fegte am 22. Januar 2002 mit einer Geschwindigkeit von 206 km/h 50 km nördlich an der Insel vorbei und richtete Schäden in der Höhe von 1.5 Milliarden Mauritius-Rupien an (20 Rupien entsprechen ca. 1 Schweizer Franken).
 
Mauritius nach "Dina"
 
Die Stärke eines Zyklons wird in 6 Stufen gemessen:
 
STÄRKE GESCHWINDIGKEIT BEZEICHNUNG
1 bis 89 km/h Tropisches Tief
2 ab 90 bis 124 km/h Mässiger Tropensturm
3 ab 125 bis 165 km/h Heftiger Tropensturm
4 ab 166 bis 233 km/h Tropischer Zyklon
5 ab 234 bis 299 km/h Starker tropischer Zyklon
6 über 300 km/h Sehr starker tropischer Zyklon
 
Seit 1960 verfügt Mauritius über ein Zyklon-Frühwarnsystem, welches 4 Alarmstufen umfasst.
 
Alarmstufe 1 bedeutet ein sehr kleines Risiko.
 
Alarmstufe 2 ist etwas stärker. Die Hotels werden aufgefordert, Boote und Schiffe vom Meer zurückzurufen. Ansonsten riskieren sie den Versicherungsschutz zu verlieren.
 
Bei Alarmstufe 3 darf man nicht mehr Autofahren. Ansonsten riskiert man ebenfalls den Versicherungsschutz zu verlieren. Ausserdem sollte man sich mit Kerzen, Lebensmittelvorrat für 2 - 3 Tage und Trinkwasser eindecken.
 
Alarmstufe 4 bedeutet, dass der Wirbelsturm die Insel erreicht hat.
 
Will man einem Zyklon mit Sicherheit aus dem Weg gehen, sollte man nicht zwischen November und April nach Mauritius fliegen, denn bisher sind nur in dieser Zeit die gefährlichen Wirbelstürme aufgetreten. Eine besonders grosse Anzahl von Wirbelstürmen ist jeweils von Januar bis März zu verzeichnen. So hat z. B. der Meteorologische Dienst in Vacoas in der Saison 2001/2002 nicht weniger als 15 Tropenstürme der Stärke 3 registriert!
 
Zyklon Dina
 
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